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Alle KontaktmöglichkeitenDer Liedtext zu dem Chanson Potemkine von Jean Ferrat liegt nun auch in deutscher Sprache vor. Als Inhaber dieses Blogs habe ich mich im Urlaub in der Normandie wieder mal von der Muse küssen lassen. Das Lied Potemkine war mir nach La Montagne als zweitschönstes Lied von Ferrat vor vielen Jahren bei einem Südfrankreich-Urlaub aufgefallen. Damals ahnte ich noch nicht, dass ich eines Tages die musikalisch und textlich schönen Lieder französischer Chanson-Legenden wie Brel, Brassens, Barbara, Bécaud, Aznavour, Trenet und Ferrat selbst singen und mir damit einen Jugendtraum erfüllen würde. Erst recht wusste ich nicht, dass man das Dichten erlernen kann. Seit ich vor 4 Jahren begonnen habe, französische Chansons in singbare deutsche Verse zu fassen, kann ich nur jedem ambitionierten Menschen den Rat geben, “alles mal zu versuchen und sich im Leben einfach viel mehr zutrauen”. Mittlerweile gibt es über 50 franz. Chansons in deutscher Sprache.
Hier nun das Lied letzteren Datums, wahrscheinlich nicht das letzte aus meiner Feder. Mittlerweile schreibe auch eigene Liedtexte, die ich auf meiner Internetseite unter der Rubrik “Texte” oder auf dem Blog veröffentliche. Es macht einfach riesengroßen Spass auf seine Muse zu hören.
Ihre Meinung zu diesem deutschen Text (oder sogar eine Verbesserung) ist mir wichtig. Lassen Sie Ihrer Kritik freien Lauf.
Potemkine
Würdet ihr mit mir hadern, zeigte ich euch eine Welt,
die tief in mir singt, wie das Rauschen der See.
Würdet ihr mit mir hadern, wenn sich in mir alles erregt,
bei dem Namen, den mein Schrei in alle Winde trägt.
Es singt stumm in mir drin.
Oh, Potemkin.
Sie waren Matrosen, hart im Nehmen im Krieg.
Sie waren Matrosen, mit Disziplin und mit Schliff.
Das Herz der Matrosen wird gemeißelt vom Wind.
Sie waren Matrosen auf dem großen Panzerschiff.
Auf den Wellen ahn’ ich ihn,
den Potemkin.
Würdet ihr mit mir hadern, zeigte ich euch eine Welt,
Wo der Hungernde weiß, dass ihn erwartet der Schuss.
Es naht das Verbrechen und tief ist das Meer.
Und vor den Rebellen ziehn die Füsiliere her.
Mein Bruder ist’s, man erschießt ihn.
Oh, Potemkin.
Mein Bruder, mein Freund, mein Sohn, mein Kamerad,
Du wirst doch nicht schießen auf den, der leidet und klagt.
Mein Bruder, mein Freund, schließ’ dich an unserm Pakt.
Matrose, schieß’ nicht auf einen andren Matrosen.
Das Gewehr hielten sie nicht mehr hin.
Auf dem Potemkin.
Würdet ihr mit mir hadern, zeigte ich euch eine Welt,
wo den, der Tod bringt, gerechte Strafe ereilt?
Würdet ihr mit mir hadern, zeigte ich euch eine Welt,
Wo man nicht immer nur bei den Stärkeren weilt?
Heut Abend lieb ich die Marine,
Oh, Potemkin.