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Neue deutsche Fassungen von den Liedermachern

Über 80 Chansons wurden ins Deutsche übertragen. Die Schönheit dieser hohen Dichtkunst ist dabei erhalten geblieben. Sie hatte schließlich höchste Auszeichnungen von französischen Akademien erhalten. Die Liedtexte von Didier haben international Anerkennung gefunden. So sind deutsch-französische Broschüren mit Chansons verschiedener Komponisten vorgesehen, die Gedichte des berühmten zeitgenössischen Dichters, Louis Aragon, vertont haben. Dieser ist mit André Breton der Begründer des Surrealismus in Frankreich, der aus dem Dadaismus hervorging. Ein weiterer herausragender Schriftsteller dieser Gruppe ist Jean-Paul Sartre. - Hier ein Zitat von der Internetseite "Answers.com" zu den Übersetzungen der Chansons von Jacques Brel: "Many critique the (existing) German translations as well. Notable faithful German translations have been made by Didier Caesar (alias Dieter Kaiser) of the duo Stéphane & Didier. Brel's widow said Arnold Johnston, a professor at Western Michigan University, translated Brel's work more accurately than Blau and Shuman, and eventually gave Dr. Johnston exclusive rights to translate Brel's work into English" (Written by William Ruhlmann, All Music Guide. He was the popular music critic for The New York City Tribune ... and the newspaper's theater critic .... He has been a contributor to Goldmine magazine. He is a voting member of the National Academy of Recording Arts and Sciences). Auf "wayango.com" heißt es: German translations have also come in for much criticism. Notable faithful German translations have been made by Didier Caesar of the duo Stéphane & Didier.

CD-AUSWAHL AUF FRANZÖSISCH UND DEUTSCH

Stéphane & Didier haben bisher zwei CDs herausgebracht.

1.- Nos chansons préférées (Unsere ganz persönlichen Lieblingslieder mit den Originaltexten auf Französisch und den musikalischen Arrangements von Stéphane Bazire)
18 Chansons auf Französisch: Bruxelles (J. Brel), La chanson pour l'Auvergnat (G. Brassens), Le vent (G. Brassens), La Fanette (J. Brel), Ne me quitte pas (J. Brel), Le plat pays (J. Brel), Goettingen (Barbara), Le petit oiseau de toutes les couleurs (G. Bécaud), La cane de Jeanne (G. Brassens), Je chante (Ch. Trenet), Amsterdam (J. Brel), Madeleine (J. Brel), La chanson des vieux amants (J. Brel), La montagne (J. Ferrat), Les bonbons (J. Brel), Nathalie (G. Bécaud), und zwei Chansons als Gitarren-Solo: Revoir Paris und Boum (Ch. Trenet)

2.- Französische Chansons für deutsche Liebhaber (Deutsch von D. Kaiser, nah an den Originaltexten, und mit den musikalischen Arrangements von Stéphane Bazire))
16 Chansons auf Deutsch: Amsterdam (J. Brel), Der Wind (G. Brassens), Die Ente von Bente (G. Brassens), Der Teufelswalzer (Ch. Trenet), Rosa (J. Brel), Das Gewitter (G. Brassens), Die Margerite (G. Brassens), Der Gorilla (G. Brassens), Die Spießer (J. Brel), Im Wasser der lauteren Quelle (Georges Brassens), Göttingen (Barbara), Marieke (J. Brel), Nimm mich doch mit (Ch. Aznavour), Alle Kinder sind wie deine (J. Brel), und zwei Chansons als Gitarren-Solo: La vie en rose (Louigy/Piaf), La mer (Ch. Trenet).

Beide CDs unterscheiden sich also im Inhalt und kosten je 12 € plus Inlandporto (1,45€).

Titel der Chansons

- Jacques Brel: Alle Kinder sind wie deine (Fils de ...), Amsterdam, Annette (La Fanette), Bei solchen Leuten (Ces gens-là), Brüssel, Das flache Land, Das Lied der alten Liebenden, Der Säufer, Der Walzer der tausend Takte, Die Alten, Die Bigotten, Die Bonbons, Die Rehlein (Les biches), Die Spießer (Les bourgeois), Einen Freund weinen sehn, Fernand, Ich komme schon (J'arrive), Ich liebte die Feen (J'aimais les fées), Ich weiß nicht warum, Madeleine, Marieke, Mathilde, Nein verlass mich nicht, Rosa, Sylt (Vesoul), Wenn man nichts hat als Liebe, Wir müssen endlich sehn (Il nous faut regarder).
- Georges Brassens: Anne (Jeanne), Armer Martin, Brave Margot, Das erste Mädel, Das Gewitter, Der Gorilla, Der Regenschirm, Der Wind, Die Ente von Bente, Die Holzschuhe von Helene, Die Verliebten auf den Parkbänken, Eine kleine Margerite, Glückliche Liebe gibt es nicht (L. Aragon/Brassens), Ich treffe meine Liebste drüben, Ich werd ganz klein vor einer Maid, Im Wasser der lauteren Quelle, Lied an den guten Menschen, Schnell mal springen über die Brück, Greta (Fernande), Wie eine Schwester, Wir sehen uns heut.
Und die so genannte Brassens-Hymne "Les copains d'abord - Freundschaft kommt zuerst".
- Barbara: Die Einsamkeit, Eine winzige Kantate, Göttingen, Der schwarze Adler.
- Gilbert Bécaud: Der kleine bunte Vogel (Le petit oiseau de toutes les couleurs),
Was wird aus mir (Et maintenant)
- Charles Trenet: Ich singe (Je chante), Der Teufelswalzer (La java du diable), Bumm
- Charles Aznavour: Nimm mich doch mit ans Ende der Welt (Emmenez-moi), Die Mama (La mamma)
- Jean Ferrat: Nacht und Nebel (Nuit et brouillard), Das Leben ist schön (C'est beau la vie, L. Aragon), Der Weihwasserwedel und das Schwert (Le sabre et le goupillon), Die Bergwelt (La montagne), Man merkt nicht, wie die Zeit vergeht (On ne voit pas le temps passer), Nein, ich singe nicht, damit die Zeit vergeht (Je ne chante pas, pour passer le temps), Öffne die Arme hundert Mal (Tu peux m'ouvrir cent fois les bras), Potemkin, So wenig heißt's, dass ich dich liebe (C'est si peu dire que je t'aime, L. Aragon), Was wär ich ohne dich (Que serais-je sans toi, Louis Aragon/Ferrat), Wir werden zusammen schlafen (Nous dormirons ensemble, L. Aragon), Zu lieben, dass man den Verstand verliert (Aimer à perde la raison, L. Aragon),
- Léo Ferré: So mit der Zeit (Avec le temps)
- Marie-Paule Belle: "Die Berlinerin" (La Parisienne); für einen Sänger: "Der Berliner".

>>> Interessenten in Deutschland wenden sich bitte an: mail@dieterkaiser.com
Contactez-nous par couriel en Francais à: allemagnecom@free.fr

Ein neues Chanson auf Deutsch, von Zeit zu Zeit, für Sie ganz allein:
Une nouvelle chanson en allemand, de temps en temps, rien que pour vous:

Hier das Chanson La montagne von Jean Ferrat. Es wird im Film "La première étoile" des Regisseurs Lucien Jean-Baptiste in der französischen Version auf der Autofahrt in den Winterurlaub gesungen. Mitwirkende sind die Schauspieler Michel Jonasz und Bernadette Lafont. Der Film bekam 2008 den Grand Prix du Jury & Prix du Public auf dem Festival de comédie de l'Alpe d'Huez und den Preis des Publikums in Hamburg. In der deutschen Version "Triff die Elisabeths", hergestellt von der Neue Tonfilm-Gesellschaft München wird das Chanson auf Deutsch gesungen. Die deutsche Version stammt von Didier Caesar alias Dieter Kaiser und wird von der Tochter der Familie gesungen. Im folgenden finden Sie diese deutsche Version.

Die Bergwelt (La montagne,
(Jean Ferrat / dt. D. Kaiser)

Sie lassen leichtfertig zurück
Ihr Land und suchen dann ihr Glück
Fernab des Orts, wo ihre Wiege stand.
Schon lange galt ihr Traum der Stadt
Mit den verlockenden Dingen all,
Kino und Möbel aus Resopal.
Die Alten führten ganz normal
Den Ärmel über ihr Gesicht
damit er ihre Lippen wischt.
Doch hatten sie die Zuversicht
Wachtel und Rebhuhn zu erschießen
Und Ziegenkäse zu genießen.

Obwohl! Wie schön sind doch die Berge.
Wieso kommt man denn zu dem Schluss
Beim Anblick eines Schwarms von Schwalben,
Dass der Herbst eingekehrt sein muss.

Stützmauern haben sie gebaut
Hoch über’m Kopf und nur von Hand
Bis auf den Berg, so hoch man schaut.
Dem Schicksal waren sie ergeben.
Ihr Herz war auf dem rechten Fleck
Wenn auch so knorrig wie die Reben.
Die Reben verlaufen nun im Wald.
Die Kelter ist schon lang verhallt.
Der saure Saft will keinem munden.
Doch Hundertjährige machte er.
Wohin damit, wusste man nicht mehr.
Er hat dir Kopf und Geist geschunden.

Obwohl! Wie schön sind doch die Berge.
Wieso kommt man denn zu dem Schluss
Beim Anblick eines Schwarms von Schwalben,
Dass der Herbst eingekehrt sein muss.

Zwei Ziegen und noch ein paar Schaf.
Kein Urlaub, nie raus aus dem Kaff.
Ein Jahr läuft recht, das andere schlecht.
Die Mädels wollen mal zum Ball.
Das ist doch einfach nur normal,
Dass man sein Leben leben mag.
Als Amtmann oder Polizist zu leben
Um die Rente noch zu erleben,
Ohne sich groß zu überheben.
Man muss wissen, was einen lockt,
Heim kehren in die Häuserblocks,
auf dem Tisch Hähnchen mit Hormonen.

Obwohl! Wie schön sind doch die Berge.
Wieso kommt man denn zu dem Schluss
Beim Anblick eines Schwarms von Schwalben,
Dass der Herbst eingekehrt sein muss.

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Und hier das nächste von Jean Ferrat:

Nuit et brouillard - Nacht und Nebel
(dt. D. Kaiser 2009)

Sie waren zwanzig und weit mehr,
es kamen Tausende her,
in diesen Waggons mit Gittern,
nackt und mager, voll Zittern.
Die Nachtruh zersägen
ihre trommelnden Nägel.
Es kamen Tausende her,
s' waren zwanzig und weit mehr.

Menschen waren’s mit Kummer,
doch sie waren nur noch Nummern.
Schon lang hatten Würfel
ihr Schicksal entschieden.
Wenn die Hand zeigt, ja der,
ist er so gut wie verschieden.
Ihm war dann nie mehr
ein Sommer beschieden.

Die monotone Flucht,
die ohne Hast versucht,
den Tag zu überleben,
eine Stund’ zu erstreben.
Wie lang läuft das Rad noch,
hält an und wieder fährt,
ohne inne zu halten
und doch wieder Hoffnung nährt.

Sie hießen Jean-Marie,
Samuel, Natascha.
An Jesus glaubten sie,
Vichnou und Jehova.
Andre beteten nicht,
Gott im Himmel gab es nie.
Sie wollten einfach nicht
mehr runter auf die Knie.

Es trafen lang nicht alle
am Ziel der Reise ein.
Können Entkommene
dann wirklich glücklich sein?
Sie suchen zu vergessen,
erstaunt, dass mit den Jahren
ihre Venen unterdessen
so blau geworden waren.

Es bewachten sie Deutsche
oben hoch von dem Turm.
Der Mond blieb dabei stumm,
so wie Ihr bliebet stumm.
Weithin schweifte ihr Blick,
nach draußen ging ihr Blick.
Dann war euer Körper zart
für die Hunde der Wacht.

Die Worte sagt man heut,
die sind wert keinen Deut.
Ich soll nur Lieder singen,
die aus Liebe erklingen.
Und Blut schnell trocken wird,
wenn es Geschichte wird,
und dass es nichts mehr bringt,
wenn meine Gitarre erklingt.

Wer will Manns genug sein,
mir zu sagen “Halt ein“?
Menschlich wurde der Schatten,
Nun, da wir Sommer hatten.
Ich bezwinge das Wort,
wenn Zwang denn sein muss,
damit die Kinder mal wissen,
wer Ihr wart, Dienst beflissen.

Ihr wart zwanzig und weit mehr.
Ihr kamt zu Tausenden her,
in diesen Waggons mit Gittern,
nackt und mager, voll Zittern.
Die Nachtruh zersägen
eure trommelnden Nägel.
Ihr kamt zu Tausenden her,
Ihr wart zwanzig und weit mehr.

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